Taufpaten und -patinnen

Wer Patin oder Pate wird, übernimmt ein kirchliches Amt, das von der Gemeinde verliehen wird. Er oder sie wird deshalb in die Kirchenbücher eingetragen. Wer konfirmiertes evangelisches Kirchenmitglied ist oder wer sich nach dem Konfirmationsalter hat taufen lassen, kommt für das Patenamt in Frage. Aber auch religionsmündige Mitglieder einer Kirche, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK - https://www.oekumene-ack.de) ist, können das Patenamt übernehmen. Diese Voraussetzung wird durch die Patenbescheinigung nachgewiesen, die das Pfarramt des jeweiligen Wohnsitzes ausstellt. Einer der von den Eltern gewählten Paten muss evangelisch sein.

Meist wählen die Eltern zwei Paten aus. Diese bejahen bei der Taufe zusammen mit den Eltern stellvertretend für das Kind die Frage, ob dieses Kind die Taufe empfangen soll. Sie pflegen eine enge Beziehung zum Kind nach der Taufe, erzählen vom Glauben und unterstützen die Eltern dabei, dass das Kind in den christlichen Glauben hineinwächst. Offiziell endet die Patenschaft mit der Konfirmation. Denn da sagt der inzwischen jugendliche Täufling selber Ja zum Glauben an Gott.

Auch wenn manche das meinen: Paten sind nicht automatisch Vormund, wenn den Eltern etwas zustoßen sollte. Hierfür ist das Vormundschaftsgericht zuständig.

Eine Taufe ist – nach Abklärung mit Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin – auch ohne Paten möglich.

  • add Können wir Paten oder Patinnen nachbenennen?

    Wenn vor der Taufe keine Paten oder Patinnen gefunden werden konnten, können diese auch nachträglich noch benannt werden. Dies ist auch möglich, wenn Paten oder Patinnen später ausscheiden. Wenn Sie aus diesen oder anderen Gründen weitere Paten oder Patinnen für Ihr Kind wünschen, sprechen Sie darüber mit Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin.  Das Pfarramt entscheidet über die Nachbenennung.

  • add Kann eine Patenschaft niedergelegt werden?

    Der Pate oder die Patin können das Patenamt abgeben. Dies wird im Taufverzeichnis der Kirchengemeinde vermerkt. Die Eltern können die Paten nicht aus diesem Amt entlassen.

  • add Brauchen jugendliche oder erwachsene Täuflinge Taufpaten?

    Nein, weil sie bei der Taufe selbstständig bejahen, dass sie getauft werden wollen.

  • add Taufzeugen und -zeuginnen

    Wenn es nicht gelingt, Paten zu finden oder wenn Paten aus wichtigem Grund an der Taufe nicht teilnehmen können, sollen Taufzeugen bestellt werden. Diese können aus der Gemeinde stammen. Sie müssen jedoch nicht evangelisch sein oder einer anderen Kirche angehören. Manchmal sind es Personen, die diese Voraussetzungen für das Patenamt nicht erfüllen, von der Tauffamilie aber dennoch als Begleitpersonen ihrer Kinder gewünscht werden. Taufzeugen können ins Taufverzeichnis eingetragen werden. Kirchlich gesehen besteht ihre einzige Aufgabe darin, im Zweifelsfall bestätigen zu können, dass Ihr Kind getauft wurde.