Die Heilige Taufe in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Was die Taufe bedeutet

Die Taufe ist ein wunderbares Fest! Hier beginnt etwas Neues. Wer sein Kind zur Taufe bringt, sagt damit: Unser Kind ist auch Gottes Kind. Gott begleitet es in guten wie in schweren Zeiten. Das gibt dem Kind den Mut, sein Leben zu bestehen.

Niemand tauft sich selbst. Jesus wurde von Johannes dem Täufer im Jordan getauft. Jesus Christus selber hat uns damit beauftragt, Menschen zu taufen. Dies geschieht mit Wasser auf den Namen des Dreieinigen Gottes. In der evangelischen Kirche ist die Taufe darum ein Sakrament. Es wird nur ein einziges Mal im Leben empfangen. In der Taufe erleben wir zeichenhaft am eigenen Leib Jesu Tod (Eintauchen in das Wasser) und Jesu Auferstehung (Auftauchen aus dem Wasser) mit. Die ersten Christinnen und Christen wurden daher meist zu Ostern getauft, am Fest der Auferstehung Jesu. Statt mit dem ganzen Körper ins Wasser zu tauchen, ist es heute üblich, den Kopf des Täuflings mit etwas Wasser zu begießen.

Die Taufe macht sichtbar und spürbar: Gott verbindet sich für immer mit dem Getauften. Er liebt ihn und verbindet ihn mit anderen Getauften. Darum beginnt mit der Taufe die Mitgliedschaft in der Kirche. Der Täufling wird dadurch in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen. Hierfür muss ein Mensch nichts können oder gar leisten. Dies kommt in der Taufe von kleinen Kindern wunderbar zum Ausdruck. Die Taufe ist aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt im Leben möglich.

Die Pfarrerin oder der Pfarrer gießt bei der Taufe dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings, nennt den Täufling beim Namen und spricht: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Damit ist der Täufling Christ oder Christin. Die Taufhandlung ist bei Jugendlichen oder Erwachsenen dieselbe. Die Taufe kann in jedem Alter vollzogen werden. Der Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen geht eine intensive Vorbereitung voraus.

Die Taufe von kleinen Kindern ist mit der Hoffnung verbunden, dass sie beim Heranwachsen den christlichen Glauben kennen lernen. Mutter, Vater, Taufpatinnen und -paten haben hier eine besondere Aufgabe.